Thomas Priglhuber ist neuer Kassier beim Zukunftsforum SHL

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Thomas Priglhuber ist neuer Kassier beim Zukunftsforum SHL

v.l.n.r.: Klaus-Dieter Fuhrmann, Andreas Rotter, Thomas Priglhuber, Martin Hagleitner

Das Zukunftsforum SHL hat im Rahmen seiner Generalversammlung am 13. April 2026 Thomas Priglhuber einstimmig zum neuen Kassier kooptiert. Er folgt auf Florian Bouchal, dem der Vorstand für sein Engagement herzlich dankt.

Thomas Priglhuber verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik und verantwortet seit April 2024 als Vertriebsleiter das Trade-Business der Wilo Pumpen Österreich GmbH.

Thomas Priglhuber: „Ich freue mich über das Vertrauen und meine neue Aufgabe im Zukunftsforum SHL. Die erfolgreiche Umsetzung der Wärmewende braucht verlässliche politische Rahmenbedingungen, Planungs- und Investitionssicherheit sowie ein koordiniertes Vorgehen aller beteiligten Akteur:innen. Das Zukunftsforum SHL leistet hier einen wichtigen Beitrag, indem es den Dialog bündelt und praxisorientierte Lösungen erarbeitet. Dazu möchte ich in meiner Funktion als Kassier aktiv beitragen und die Weiterentwicklung des Vereins mitgestalten.”

Die entsprechende OTS-Aussendung finden Sie hier

 

Über das Zukunftsforum SHL

Das Zukunftsforum SHL ist ein Zusammenschluss von Österreichs Installateur:innen (vertreten durch die Bundesinnung und die neun Landesinnungen der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker in der Wirtschaftskammer) sowie den renommierten Unternehmen der Branche (Austria Email, Climate Control, Danfoss, Grundfos, KSB, Oventrop, THERMOCHEMA, Vogel & Noot und Wilo). Der Verein versteht sich als unabhängige Informationsplattform rund um die Wärmewende und Heizungsmodernisierungen und ist Initiator des Runden Tischs der Wärmewirtschaft, bei dem gemeinsam mit weiteren Verbänden aus dem Energie-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnikbereich praxisorientierte Lösungen für die Wärmewende diskutiert und entwickelt werden. Das Zukunftsforum SHL repräsentierteinen Wirtschaftszweig mit rund 7,1 Milliarden Euro Umsatzerlösen und rund 36.000 Arbeitnehmer:innen.

Runder Tisch der Wärmewirtschaft: Wärmewende jetzt: weniger Energiekosten, mehr Jobs, starke Konjunktur und Klimaschutz

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Offener Brief des Runden Tischs der Wärmewirtschaft

Wärmewende jetzt: weniger Energiekosten, mehr Jobs, starke Konjunktur und Klimaschutz

Seit dem abrupten Förderstopp Ende 2024 steht Österreichs Wärmewende still. Haushalte erhalten keine Unterstützung, Betriebe keine Aufträge, während die Klimaziele außer Reichweite geraten. Es fehlt Klarheit über zukünftige Förderungen – Planungssicherheit gibt es damit nicht. Jeder verlorene Monat erhöht die Kosten für Haushalte, schwächt die Wirtschaft und rückt die Klimaneutralität in immer weitere Ferne. Zudem drohen Strafzahlungen von bis zu 5,9 Milliarden Euro aus Brüssel.

Die Wärmewende duldet keinen weiteren Aufschub – die Regierung muss rasch eine Strategie vorlegen, die langfristige Perspektiven schafft – für Bevölkerung, Betriebe und Wärmebranche. Denn Heizungstausch und thermische Sanierungen sind kein Zukunftsthema – sie entscheiden schon heute über leistbares Wohnen, Jobs und Klimaschutz.

Zentrale Forderungen des Runden Tischs der Wärmewirtschaft

     1.  Umfassendes Klimaschutzgesetz und verbindliche Sanierungsstrategie 

  •      Verbindliche Sektorziele und Ausstiegspfad für fossile Heizungen.
  • Einrichtung einer ressortübergreifenden Steuerungsgruppe und jährliche Evaluierung durch ein Expert:innengremiums.
  • Zweckbindung der Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung für die Energie- und Klimawende.

     2. Schnellstmöglicher Neustart der Förderungen

  • Klare Starttermine und transparente Richtlinien für thermische Sanierungen und Heizungsmodernisierungen.
  • „Degressiver Klimabooster“-Modell mit höheren Fördersätzen für frühe Umsteiger:innen.
  • Soziale Wirksamkeit durch gezielte Unterstützung einkommensschwacher Haushalte.

3. Förderungen treffsicher, sozialgerecht und einfach gestalten

  • Vorrang für alte, besonders emissionsstarke Heizungen (ab 15 Jahren Betriebsalter).
  • One-Stop-Shop für Bundes- und Landesförderungen, um Bürokratie abzubauen und die Förderlandschaft zu vereinheitlichen.
  • Klare Aufgabenteilung zwischen Bund und Ländern, wer welche Förderaufgaben prioritär übernimmt (z. B. Heizungsmodernisierung durch Bund, thermische Sanierung durch Länder).

     4. Reformpaket statt Einzelmaßnahmen

  • Miet- und Wohnrechtsreform, damit Sanierungen einfacher und rechtssicher umgesetzt werden können (z. B. Änderungen im Wohnungseigentumsrecht, damit nicht einzelne Eigentümer:innen blockieren).
  • Steuerliche Anreize, etwa steuerliche Absetzbarkeit von Sanierungen, verkürzte Abschreibungsfristen und reduzierte Umsatzsteuer.
  • Einheitliche technische Vorgaben in allen Bundesländern (z. B. für Wärmepumpen, Genehmigungen, Schallschutz), um Bürokratie abzubauen und Planungs- sowie Investitionssicherheit zu schaffen.

Die Wärmewende ist kein Zukunftsprojekt – sie entscheidet schon heute über Energiekosten, Arbeitsplätze, Wettbewerbsfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz. Das aktuelle Regierungsprogramm enthält bereits wichtige Ansätze. Diese müssen nun konsequent umgesetzt werden.

Der Runde Tisch der Wärmewirtschaft steht bereit, Verantwortung zu übernehmen und seine Expertise einzubringen. Nun liegt es an der Politik, die notwendigen Weichen zu stellen – entschlossen, umfassend und ohne weiteren Aufschub.

 

Über den Runden Tisch der Wärmewirtschaft

Der Runde Tisch der Wärmewirtschaft ist eine Initiative des Zukunftsforum SHL und tagt mindestens einmal im Jahr. Vertreten sind die relevanten Verbände aus dem Energie- Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnikbereich. Ziel ist es, gemeinsam Lösungen für die Wärmewende zu entwickeln und der Politik umsetzbare Vorschläge zu unterbreiten.

 

Folgende Verbände unterstützen den offenen Brief des Runden Tischs der Wärmewirtschaft:

 

Generationenwechsel und klare Forderungen an die Politik bei Generalversammlung des Zukunftsforums SHL

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Generationenwechsel und klare Forderungen an die Politik bei Generalversammlung des Zukunftsforums SHL

v.l.n.r Kassier: Mag. Florian Bouchal; Stv. Obmann: Dr. Martin Hagleitner; Obmann LIM Andreas Rotter; Schriftführer: Ing. Klaus-Dieter Fuhrmann
Verabschiedung Dr. Wilhelm Jörg
Verabschiedung Dr. Wilhelm Jörg

Die Generalversammlung des Zukunftsforums SHL stand im Zeichen des Abschieds und der energiepolitischen Forderungen: Dr. Wilhelm Jörg, Vorstandsmitglied und Mitbegründer des Zukunftsforums, verabschiedete sich nach acht Jahren aus dem Vorstand. Das Zukunftsforum bedankt sich vielmals für sein Engagement und wünscht Herrn Dr. Jörg alles Gute auf seinem weiteren Weg! Zu seinem Nachfolger wurde Mag. Florian Bouchal, strategischer Vertriebsmanager der Frauenthal Handelsgruppe, gewählt. Der Vorstand wurde turnusgemäß neu bestellt.

Stabilität und Planungssicherheit dringend gefordert

In der Diskussion der Mitglieder wurde deutlich: Die aktuelle energiepolitische Lage ist aufgrund der unklaren Fördersituation von Unsicherheit geprägt. Fehlende Planungssicherheit bremst Konsument:innen ebenso wie Unternehmen. Die aktuelle Unklarheit, ob und wie die Förderungen angesichts der angespannten Budgetlage, wiedereingesetzt werden, gefährdet die Fortschritte der Wärmewende massiv.

Zukunftsforum SHL fordert treffsichere Förderungen

„Nicht die Höhe, sondern die Wirksamkeit der Förderungen ist entscheidend“, betont das Zukunftsforum SHL. Förderprogramme wie Sauber Heizen für Alle oder Raus aus Öl und Gas können mit geringeren finanziellen Mitteln fortgeführt und dabei zielgerichteter gestaltet werden. Die Dekarbonisierung des Wärmesektors ist gekommen, um zu bleiben, ein langfristiger Förderstopp wäre ein Rückschlag für Bevölkerung, Wirtschaft und Klima gleichermaßen.

Breite Allianz für technologieoffene Wärmewende

Das Zukunftsforum SHL ist ein überparteilicher, technologieoffener Zusammenschluss von Handwerk, Industrie und Großhandel. Es versteht sich als unabhängige Plattform, die keine Einzelinteressen vertritt, sondern den gesamtgesellschaftlichen und ökologischen Fortschritt in den Mittelpunkt stellt. Seit seiner Gründung 2017 setzt sich das Zukunftsforum SHL für eine sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Wärmewende ein. Der Verein wird auch zukünftig diese Rolle gegenüber der Politik und Gesellschaft einnehmen – und fordert die Regierung dringend dazu auf schnellstmöglich verlässliche Rahmenbedingungen für die Energiewende im Wärmesektor zu implementieren, die Planungssicherheit gewährleisten. Damit dieses Ziel erreicht wird, plädiert das Zukunftsforum für einen Schulterschluss der Branche und des Handwerks.

Die Generalversammlung 2025
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