Holzpellets

Nachhaltige Heizungssysteme – womit kann ich Öl und Gas ersetzen?

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Nachhaltige Heizungssysteme – womit kann ich Öl und Gas ersetzen?

22. Juni 2022

Holzpellets
Holzpellets, Wärmepumpe und Solarthermie sind drei Möglichkeiten, klimafreundlich zu heizen / Foto: © Mrdidg / pixabay
Deutlich gestiegene Heizkosten und die spürbaren Auswirkungen der Klimakrise führen dazu, dass sich viele Menschen fragen: Welche Alternativen zu Öl und Gas gibt es? Wie lassen sich die eigenen vier Wände klimafreundlich beheizen? Wir stellen Ihnen drei nachhaltige Heizungssysteme vor, die ohne fossile Energieträger auskommen.

1. Pelletheizung – gepresstes Holzmehl

Die Pelletheizung basiert auf Verbrennung. Als Brennstoff dienen 2–5 cm lange, zylinderförmige Presslinge aus Sägemehl oder -spänen, Stärke und Wasser – sogenannte Pellets. Diese kleinen “Holzwürstel” sind meist Abfallprodukte aus Sägewerken. Pellets bestehen also aus regional verfügbaren und nachwachsenden Rohstoffen. Ihre Verbrennung erzeugt wenig Ascherückstände und ist CO2-neutral, da nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie der lebende Baum zuvor auch aufgenommen hat.

Unterschieden wird zwischen der Ofen- und der Kesselheizung. Der Pelletofen ist vergleichbar mit einem Kaminofen: Er heizt nur einen einzelnen Raum und gibt Wärme durch Strahlung ab. Üblicher ist aber die Pellet-Verbrennung im Kessel, bei der die Wärme mittels Heizwasser in den Heizungskreislauf des ganzen Hauses geleitet wird. Über eine zentrale Steuerung lässt sich die Temperatur kontrollieren. Um sie zu halten, wird dabei – anders als bei einem herkömmlichen Holzofen – automatisch ausreichend Brennstoff in den Kessel nachgefüllt. Ein manuelles Nachlegen und Überwachen ist also nicht nötig. Für die Aufbewahrung der Pellets eignet sich ein Lagerraum oder Silobehälter. In den Kessel wandern die Pellets von dort über ein Förderband oder mithilfe eines Vakuum-Saugsystems.

2. Wärmepumpe – Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser

Die Wärmepumpe kommt ohne Brennmaterial und Lagerraum aus. Sie bezieht Wärme aus der Umgebung: aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. Dabei hängt es vom Standort und von der Beschaffenheit des Gebäudes und des Grundstücks ab, welche Art am besten geeignet ist. In jedem Fall benötigt die Wärmepumpe zusätzlichen Strom, deswegen ist eine Kombination mit einer erneuerbaren Stromquelle wie Photovoltaik empfehlenswert. Als Aufstellort kommt sowohl der Innen- als auch Außenbereich des Hauses in Frage.

Ähnlich wie ein Kühlschrank arbeitet die Wärmepumpe mit einem Kältemittel. Durch die aufgenommene Wärme aus der Umwelt verdampft das Kältemittel in der Pumpe. Der Kältemitteldampf wird in einem Kompressor verdichtet, wodurch er sich erhitzt. Der heiße Dampf gibt seine Wärme an den Heizungskreis ab, seine Temperatur sinkt dabei und so wird er wieder flüssig. Ein Ventil sorgt dann dafür, dass der zuvor durch den Kompressor erhöhte Druck wieder sinkt. Die Temperatur des Kältemittels fällt dadurch wieder auf ihren ursprünglichen Wert. Bei diesem Prozess wird kein CO2 freigesetzt, was die Wärmepumpe zu einer klimafreundlichen Heizvariante macht.

3. Solarthermie – Wärme durch Sonnenlicht

Ebenfalls emissionsfrei ist das Heizen mittels Solarthermie-Anlage. Diese nützt die Energie der Sonne zur Wärmegewinnung und ist nicht zu verwechseln mit der Photovoltaik-Anlage, die Strom durch Sonnenlicht erzeugt. Das zentrale Element der Solarthermie sind Kollektoren am Gebäudedach. Aus der Entfernung sehen die Kollektoren aus wie Platten, ähnlich den Solarzellen von Photovoltaik-Anlagen. Tatsächlich bestehen sie aber aus dicht gereihten Röhren. Darin befindet sich eine Mischung aus Wasser und Frostschutzmittel, die durch Sonneneinstrahlung erwärmt wird. Die Flüssigkeit wird durch Rohre in einen Wärmetauscher geleitet. Dieser macht die Wärme für Warmwasser nutzbar. Generell ist eine Solarwärmeanlage nur in Kombination mit einem anderen Heizsystem empfohlen, damit der Heizbedarf vollständig gedeckt werden kann. Da nicht durchgehend die Sonne scheint, ist ein Speicher nötig, um auch nachts oder an sonnenlosen Tagen ausreichend Wärme zur Verfügung zu haben. Um möglichst viel Sonnenlicht einzufangen, ist eine Ausrichtung der Kollektoren Richtung Süden wichtig.


Sowohl Pelletheizung, Wärmepumpe als auch Solarthermie haben eine lange Lebensdauer und überzeugen durch geringe laufende Kosten: Pellets sind preisgünstige Holzabfallstoffe, und Umweltwärme sowie Sonnenlicht stellt uns die Natur kostenlos zur Verfügung. Wenn Sie wissen möchten, welche finanziellen Fördermöglichkeiten es für die Installation nachhaltiger Heizungssysteme gibt, lesen Sie auch diesen Artikel in unserem Newsbereich.

Klimafreundliches Heim: diese Förderungen gibt es

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Klimafreundliches Heim: diese Förderungen gibt es

10. Mai 2022

Förderungen unterstützen den Umstieg auf eine klimafreundliche Heizungsalternative © Alexander Stein / pixabay
Die hohen Energiepreise, das neue Gas– und Ölheizungsverbot und auch die Auswirkungen auf das Klima drängen die Frage auf, wie man zu klimafreundlichen Heizungsalternativen kommt. Hier entsteht immer häufiger die Frage, welche Förderungen es hier gibt. Aus diesem Grund haben wir in diesem Beitrag eine Zusammenfassung zum “EAG-Investitionszuschuss Photovoltaik und Stromspeicher” sowie der Initiative “Sauber heizen für Alle” erstellt.

EAG-Investitionszuschuss Photovoltaik und Stromspeicher 2022

Der Investitionszuschuss für Photovoltaik und Stromspeicher erfolgt gemäß des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes und soll den Umstieg auf Photovoltaik-Anlagen und Stromspeicher erleichtern. Dafür stehen 2022 insgesamt 240 Mio. Euro zur Verfügung.

Wer und was wird gefördert?

Gefördert wird die Neuerrichtung von Photovolataik-Anlagen bzw. die Erweiterung einer bestehenden Anlage für die ersten 1.000 kWp. kWp steht für Kilowatt-Peak und wir in der Photovoltaik als Leistungsmaß verwendet. Kilowatt-Peak geben an, welche Höchstleistung in Kilowatt (kW) eine Photovoltaikanlage erbringen kann. Außerdem werden neue Stromspeicher bis 50 kWh (mind. 0,5 kWh/kWp) unterstützt. Die Förderung gilt für Projekte, die zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht  begonnen wurden und bereits über alle erforderlichen Genehmigungen zum Bau verfügen. Förderberechtigt sind natürliche oder juristische Personen. Förderstelle ist die OeMAG.

 Wie funktioniert die Antragstellung?

  • Schritt 1 – Ticketziehung & Fertigstellung des Antrags: Bei der Antragsstellung wird zwischen vier Kategorien unterschieden: Kategorie A (0,01 – 10 kWp), Kategorie B (> 10 – 20 kWp), Kategorie C (> 20 – 100 kWp) und Kategorie D (> 100 – 1.000 kWp). Am 21. April hat der erste Förderaufruf des Investitionszuschuss gestartet, dieser ist noch bis einschließlich 19. Mai  für die Kategorie A offen. Für die weiteren Kategorien ist die Antragstellung bis zum. 2. Juni geöffnet. Bis dahin können Sie sich auf der Website des OeMAG ein Ticket ziehen. Dieses wird benötigt, um im Anschluss Ihren Antrag vervollständigen und einreichen zu können.
  • Schritt 2 – Fördervertrag: Wird Ihr Antrag positiv geprüft, kann der Vertrag über die Gewährung eines Investitionszuschusses erstellt werden.
  • Schritt 3 – Erfassung der Endabrechnung: Die Abrechnung des Vorhabens mitsamt aller erforderlichen Unterlagen sind spätestens sechs Monate nach Ende der Frist für die Inbetriebnahme von Ihnen einzureichen.
  • Schritt 4 – Auszahlung des Investitionszuschusses: Ihre Einreichung wird geprüft. Wenn alle Förder- und Auszahlungsvoraussetzungen erfüllt wurden, erfolgt die Auszahlung des Investitionszuschusses auf Ihre zuvor bekannt gegebene Bankverbindung.

“Sauber Heizen für Alle”

Mit der Initiative “Sauber Heizen für Alle” werden einkommensschwache Haushalte vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) bei der Umstellung von fossil betriebenen Raumheizungen auf nachhaltige klimafreundliche Heizungssysteme unterstützt. Die Förderung wird vom Bund finanziert und steht allen Bundesländern offen. 

Wer wird gefördert?

Einreichen können ausschließlich einkommensschwache Privatpersonen mit Ein- bzw. Zweifamilien- oder Reihenhauses mit Hauptwohnsitz am Projektstandort. Als einkommensschwache Haushalte gelten Haushalte mit einem einem Monatseinkommen von netto bis zu 1.694 Euro (12x im Jahr, Einpersonenhaushalt). Als Bestätigung für die soziale Bedürftigkeit dient außerdem der Nachweis über den Bezug von Sozialhilfe, das Vorliegen einer GIS-Befreiungen oder andere Leistungen, wie beispielsweise die Wohnbeihilfe, auch wenn diese über die Einkommensgrenze hinausgehen.

Was wird gefördert?

Förderungsfähig ist der Ersatz eines fossilen Heizungssystems durch klimafreundliche Alternativen. Das gilt für den Ausstieg aus Öl, Gas, Kohle/Koks-Allesbrenner und Strom-betriebene Nacht- oder Direktspeicheröfen. In erster Linie wird der Anschluss an eine klimafreundliche oder hocheffiziente Nah-/Fernwärme gefördert. Es kann aber sein, dass diese Anschlussmöglichkeit nicht gegeben ist. Dann wird auch der Umstieg auf eine Wärmepumpe oder Holzzentralheizung gefördert. Gefördert werden: Kosten für Material, Montage, Planung, Demontage, Entsorgung.

Wie funktioniert die Antragsstellung?

  • Schritt 1: Die Registrierung mit konkreter Projektidee erfolgt ausschließlich online und ist seit 03.01.2022 möglich. Eine Registrierung kann so lange durchgeführt werden, wie Budgetmittel zur Verfügung stehen, längstens jedoch bis 31.12.2022. Bereits bei der Registrierung werden folgende Unterlagen benötigt: Nachweis über die soziale Bedürftigkeit, Privathaushaltsbestätigung, aktueller Grundbuchauszug.
  • Schritt 2: In einem nächsten Schritt wir Ihre Registrierung geprüft wurde. Erfolgt eine positive Bewertung durch die Landesförderungsstelle, wird eine Energieberatung in Koordination mit der jeweiligen Landesförderstelle durchgeführt. Dabei werden Sie in der Projektplanung, bei Angebotseinholungen sowie der Antragstellung unterstützt.
  • Schritt 3: Die Antragstellung des konzeptionierten Projekts erfolgt wieder ausschließlich online. Dabei werden folgende Unterlagen benötigt: Energieberatungsprotokoll, Projektkostenaufstellung inkl. aller Angebote. Nach Prüfung der Unterlagen haben Sie für die Umsetzung Ihres Projektes sechs Monate Zeit.


Wenn Sie sich auch für die Förderung “Raus aus Öl und Gas” interessieren, lesen Sie hier mehr in unserem Beitrag. Diese unterstützt den Wechsel von einer Kohle-, Öl- oder Gasheizung auf ein klimafreundliches Heizsystem auf Bundesebene für private Haushalte mit bis zu 7.500 Euro Förderung.

Warum wir jetzt Energie sparen müssen

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Warum wir jetzt Energie sparen müssen

31. März 2022

Im privaten Haushalt kann jeder Maßnahmen setzen, um die Nutzung von russischem Gas zu reduzieren (c) Pixabay: Skitterphoto

Seit dem Ukraine-Krieg ist die Verwendung von Erdgas in aller Munde. Österreich hängt besonders stark am russischen Gas. Durch angepasste Heiz- und Lebensgewohnheiten kann jeder Haushalt den Energieverbrauch senken. Dr. Martin Hagleitner und Andreas Rotter vom Zukunftsforum SHL erklären, warum und wie wir im Alltag Energie sparen können.


Kletterten die Energiepreise bereits vor dem Ukraine-Krieg steil nach oben, so dürfte dieser die Inflation nun weiter anfachen. Experten erwarten, dass sich die Gaspreise für Haushalte im kommenden Winter zumindest verdoppeln werden. In Österreich kommen rund 80 Prozent des benötigten Gases aus Russland. Im EU-Schnitt beträgt die Abhängigkeit mit rund 40 Prozent nur die Hälfte. Während die Heizpreise die Haushaltskasse belasten, wirkt sich ein hoher Energieverbrauch direkt auf die Umwelt aus.


Den Klimawandel gibt es auch noch

Der neue Weltklimabericht des IPCC ist bedrohlich, die Folgen des Klimawandels für die Gesellschaft und Ökosysteme schwerwiegend. Laut ZAMG ist der Winter 2021/22 der achtwärmste der vergangenen 225 Jahre. “Es gibt keine Alternative dazu, die Energiewende einzuläuten und den Anteil der erneuerbaren Energien zu erhöhen. Die aktuellen Krisen – sowohl die Klimakatastrophe als auch Russlands Krieg in der Ukraine – führen uns vor Augen, dass die Politik jetzt handeln muss. Energie-Souveränität ist nicht nur Klima- sondern Sicherheitspolitik. Wir finanzieren mit unseren Gasheizungen Putins Krieg”, plädiert Martin Hagleitner, stellvertretender Obmann des Zukunftsforum SHL und Vorstand von Austria Email, für Alternativen zu russischem Gas.


Die eigenen Gewohnheiten überdenken

“In sozialen Medien kursiert momentan der Vorschlag, die Raumtemperatur um 1 bis 2 Grad zu senken, um eigene Sanktionen gegen Russland zu setzen. Tatsächlich ist es so, dass eine Verringerung der Raumtemperatur um 1 Grad eine Heizkostenersparnis von etwa 8 Prozent bringt”, erklärt Andreas Rotter, Salzburger Installateur-Landesinnungsmeister und Obmann des Zukunftsforums SHL. Die Heizung verursacht einen Großteil des Energieverbrauches in einem Haushalt. Im privaten Haushalt kann jeder Maßnahmen setzen, um Kosten zu sparen, die Umwelt zu entlasten und die Nutzung von russischem Gas zu reduzieren.

Die Experten des Zukunftsforum SHL haben vier Tipps zusammengefasst, mit denen Sie in den eigenen vier Wänden ganz einfach Energie und Geld sparen können: 


1. Richtig heizen und lüften

In vielen Haushalten werden nicht alle Räume dauerhaft genutzt, dort kann die Heizung um 5 Grad Celsius abgesenkt werden. Richtiges Lüften ist in der ganzen Wohnung wichtig: “Ideal ist es, mehrmals täglich für 10 Minuten stoßzulüften”, empfiehlt Andreas Rotter. Gekippte Fenster führen vor allem im Winter zu kalten Wänden und dauerhaften Energieverlusten. Hinzu kommt, dass das Mauerwerk um die Fenster auskühlt, sich Feuchte absetzen und Schimmel bilden kann.


2. Wartung und Beratung durch den Installateur

Viele Heizungssysteme werden nicht ordentlich gewartet. Luft im Heizungssystem verhindert eine optimale Wasserverteilung. Gluckernde Geräusche und Heizkörper, die bei vollem Betrieb nicht warm werden, sind Signale dafür. “Durch regelmäßiges Entlüften kann jährlich Heizenergie im Wert von rund 25 Euro eingespart werden. Ein hydraulischer Abgleich vom Profi – und somit eine perfekt eingestellte Heizung – kann sogar Einsparungen von bis zu 25 Prozent bringen”, sagt Andreas Rotter.


3. Mit Warmwasser sorgsam umgehen

Beim Duschen, Baden und der Körperpflege wird der größte Teil des warmen Wassers im Haushalt verbraucht. Jeden Morgen kalt duschen muss nicht sein. Stattdessen kann jeder Vollbäder vermeiden und beim Händewaschen, Zähneputzen und Einseifen zwischendurch den Wasserhahn schließen. Auch beim Wäschewaschen gibt es Sparpotenzial: Waschmaschinen sollten in der Regel voll beladen werden. Dank moderner Kaltwaschmittel genügen meist niedrigere Temperaturen. Eco-Programme haben kürzere Waschzeiten und verbrauchen weniger Wasser.


4.
Ein Heizungstausch schont das Klima und spart Geld

Eine gute Möglichkeit, um die Energie- und Betriebskosten langfristig zu verringern und aktiv Klimaschutz zu betreiben, ist ein Heizungstausch. Veraltete Öl- und Gasheizungen haben einen hohen CO2-Ausstoß und belasten direkt unsere Umwelt. Eine moderne, klimafreundliche Heizung verbraucht hingegen weniger fossile Rohstoffe, schont somit den Planeten und tut auch dem Geldbörserl gut. Die Heizperiode endet in Kürze – nun ist genug Zeit, um sich in aller Ruhe vom Installateur über passende Systeme und Fördermöglichkeiten beraten zu lassen. Denn die Fördertöpfe sind bis 2025 gesichert.

    5 Gründe, warum immer der ideale Zeitpunkt für Ihren Heizungstausch ist​

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    5 Gründe, warum immer der ideale Zeitpunkt für Ihren Heizungstausch ist

    1. März 2022

    Eine Heizungsaustausch spart nicht nur Geld | Foto: pixabay/Gelly

    Ein Heizungstausch beschreibt eine Teilsanierung, bei der meist eine alte Heizung durch ein neueres Modell samt besserer Technologie ersetzt wird. Dabei kann eine Heizungssanierung zu jeder Jahreszeit erfolgen. Das mag im ersten Moment unnötig erscheinen – insbesondere dann, wenn das alte Heizsystem noch funktioniert. Doch es gibt viele Gründe, die für eine Heizungsmodernisierung sprechen. Wir haben die 5 überzeugendsten Anreize zusammengefasst.

    1. Es gibt attraktive Förderaktionen

    Viele Häuslbesitzer*innen scheuen sich verständlicherweise vor den hohen Kosten einer Heizungsmodernisierung. Doch keine Sorge, diese können ganz einfach durch Förderaktionen um viel Geld reduziert werden. Die “raus aus Öl und Gas”-Förderung als Teil der bundesweiten Sanierungsoffensive wird auch 2021/2022 weitergeführt. Die Förderaktion richtet sich an private Haushalte und unterstützt den Wechsel einer Kohle-, Öl- oder Gasheizung mit bis zu 7.500€.

    So können Sie von “raus aus Öl und Gas” profitieren:

    1. Vereinbaren Sie einen Energieberatungstermin.
    2. Planen Sie Ihr gewähltes Heizungssystem gemeinsam mit Ihrem professionellen Fachbetrieb. Die MeineHeizung-Installateure helfen Ihnen weiter!
    3. Fixieren Sie einen Termin zur Installation und Fertigstellung Ihrer neuen Heizanlage.
    4. Registrieren Sie sich mit Ihrem baureifen Projekt oder nachdem Sie die Heizung bereits ersetzt haben.
    5. Nach der Registrierung erhalten Sie einen Anmeldelink über den Sie bis spätestens 6 Monate nach Registrierung Ihren Förderantrag stellen können. Achtung: Die neue Heizungsanlage muss ebenfalls zu diesem Zeitpunkt bereits fertig installiert und abgerechnet sein.

    Wenn sich der Heizungstausch dieses Jahr einfach nicht ausgehen will, dann verzagen Sie nicht. Die Fördertöpfe zur Heizungssanierung sind bis 2025 voll gefüllt – es ist genug Zeit!

    2. Ein Heizungstausch schont das Klima und beschleunigt die Energiewende

    Mit einem Heizungstausch betreiben Sie aktiv Klimaschutz. Klingt unmöglich? Ist aber so! Veraltete Öl- und Gasheizungen haben einen hohen CO2-Ausstoß und belasten so direkt unsere Umwelt. Doch damit nicht genug, denn bereits bei der Gewinnung von Öl und der damit einhergehenden Erdölförderung wird die Umwelt massiv belastet. Auch bei der Gasgewinnung werden umweltschädliche Stoffe und Chemikalien eingesetzt. Eine moderne, klimafreundliche Heizung verbraucht hingegen weniger fossile Rohstoffe und schont somit unseren Planeten.

    3. Mit einer Heizungsmodernisierung sparen Sie Geld

    Eine neue Heizungsanlage schont nicht nur die Umwelt, sondern tut auch dem Geldbörserl gut. Die Heizung verursacht einen Großteil des Energieverbrauches in einem Haushalt. Veraltete Anlagen verbrauchen mehr Brennstoff als eigentlich nötig, selbst wenn sie noch störfrei funktionieren. Entsprechend groß ist also der Spareffekt von Heizsystemen, die technisch up-to-date sind. Diese arbeiten effizient und verbrauchen weniger Energie. Gerade jetzt, wo die Energiepreise stetig steigen, also eine tolle Möglichkeit, um die Energie- und Betriebskosten zu verringern und sich dadurch bares Geld zu sparen. Adieu, alter Heizkessel!

    4. Es gibt genügend klimafreundliche Alternativen

    Ein bekanntes Sprichwort lautet: “Geht nicht, gibt’s nicht!”, schließlich findet man immer irgendwie einen Weg. Genau das trifft auch auf die klimafreundliche Alternative für Ihr bestehendes Heizsystem zu. Je nach Gebäude, logistischen Voraussetzungen und Bedürfnissen der im Haushalt lebenden Personen, gibt es genügend Alternativen für Ihr veraltetes Heizsystem. Egal ob Nah- und Fernwärme, Biomasseheizungen oder Wärmepumpen – Ihr Heizungsprofi berät Sie gerne!

    5. Eine neue Heizung steigert den allgemeinen Wohn- und Lebenskomfort

    Wenn die letzten zwei Pandemiejahre etwas gezeigt haben, dann wohl, wie wichtig es ist, sich in den eigenen vier Wänden wohl und geborgen zu fühlen. Dazu trägt auch die Heizung einen großen Teil bei, schließlich sorgt sie dafür, dass Ihr zu Hause warm und bewohnbar ist und das auch bleibt. Zuverlässigkeit ist hier das A und O. Denn besonders im Winter ist eine verlässliche Heizanlage unentbehrlich. Eine neue Heizung nimmt Ihnen viele Sorgen ab. Sie ist nicht nur zuverlässig, sondern auch technisch am neuesten Stand. Das steigert die Benutzerfreundlichkeit und ermöglicht es, die Anlage zu programmieren und teilweise sogar über das Internet fernzusteuern.

      Richtig Heizen im Winter: So geht’s!

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      Richtig Heizen im Winter: So geht’s!

      22. Dezember 2022

      Richtig heizen spart Geld | Foto: pexels.com

      Die Heizsaison ist in vollem Gange und auch das Home-Office kehrt aufgrund der aktuellen Corona-Situation wieder zurück. Und ebenso steigen die Preise für Energie und Wärme empfindlich an. Genau der richtige Zeitpunkt also, um sich anzusehen, wie im Winter richtig geheizt wird und wie Energie und Geld gespart werden können.

      Der wohl wichtigste Faktor, um Heiz- und Energiekosten zu sparen, ist die Heizung zu modernisieren. 80 bis 90 Prozent der Energiekosten eines Haushalts entfallen auf Heizung und Warmwasseraufbereitung – das heißt, das Sparpotenzial ist hier enorm. Mit einem Umstieg auf eine effiziente Heizanlage sind Einsparungen von bis zu 44 Prozent erzielbar. Energetische Sanierung wird im Moment in Österreich stark gefördert: Aktuell ist mit der Kombination von Bundes- und Landesförderungen eine Unterstützung von bis zu 11.000 Euro beim Heizungstausch möglich. In einigen Bundesländern wird auch der Heizungscheck durch Ihren Installateur gefördert, in anderen gibt es kostenlose Angebote zur individuellen Energieberatung.

      Darüber hinaus sollten die folgenden 10 Tipps beachtet werden, um die Heizkosten im Blick zu behalten und die Heizung effizient und somit kostensparend zu nutzen.

      1. Schlaue Heizeinstellungen

      Beim Heizen bzw. der Vermeidung von Heizkosten zählt jedes Grad! Die Verringerung der Raumtemperatur um 1 Grad Celsius bringt eine Heizkostenersparnis von etwa 6 Prozent. Allerdings kann eine zu kalte Temperatur nicht nur das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden beeinflussen, sondern im Home-Office auch die Produktivität. Dabei hilft, wenn alle Räume mit einer eigenen Regelung (zum Beispiel Thermostatventile) versehen sind. Eine Heizungsregelung mit Tages-, Wochen- und Ferienprogramm bringt Komfort und spart Kosten.

      Die Stufen des Thermostatventils dienen nur der Aussteuerung der Höchsttemperatur. Ist diese erreicht, hält das Thermostat die Wärmezufuhr an. Auf Stufe 3 heizt Ihr zum Beispiel angenehme 20 bis 21 Grad. Denn die Stufen an der Heizung sind nicht zufällig angeordnet. Sie zeigen recht genau an, wie warm es im Raum wird.

      Stufen an der Heizung bzw. auf dem Thermostatventil

          * (Sternchen): ca. 5° C, Frostschutz

          Stufe 1: ca. 12° C

          Stufe 2: ca. 16° C

          Stufe 3: ca. 20° C

          Stufe 4: ca. 24° C

          Stufe 5: ca. 28° C

      Auf dem Thermostat sind die einzelnen Stufen durch drei Striche unterteilt. Jeder Strich steht für ein Grad.

      1. Energiesparen beim Heizen – Nachtabsenkung der Heizung am Tag

      Beim Verlassen der Wohnung sollte die Heizung nie komplett abgedreht werden. Denn es kostet viel Energie, kalte Räume wieder aufzuheizen. Zudem nimmt kalte Luft schlechter Feuchtigkeit auf, was zu feuchten Wänden und Schimmel führen kann. Für sparsames Heizen ist deshalb eine gleichmäßige Wärmezufuhr wichtig. Zudem sollte eine Mindesttemperatur von 16 Grad nicht unterschritten werden. Dafür sollte die Nachtabsenkung beim Verlassen der Wohnung aktiviert werden.

      1. Nachts Vorhänge zuziehen und Rollläden herunterlassen

      Sparen beim Heizen beginnt dabei, möglichst wenig Wärme nach außen entfliehen zu lassen. Um den Wärmeverlust über die Fenster (wo die Wärme am häufigsten austritt) zu verringern, sollten nach Einbruch der Dunkelheit die Rollläden runtergelassen und Vorhänge oder Jalousien geschlossen werden.

      1. Richtig lüften

      Ständig gekippte Fenster führen vor allem im Winter zu kalten Wänden und dauerhaften Energieverlusten. Hinzu kommt, dass das Mauerwerk um die Fenster auskühlt, sich Feuchte absetzen und Schimmel bilden kann. Lüften Sie deshalb kurz und kräftig bei abgeschalteter Heizung. Bei diesem Stoßlüften wird die Luft effizient ausgetauscht. Ideal sind zumindest 3x täglich mindestens fünf Minuten.

      1. Freie Heizkörper

      Heizkörper sollten nicht mit Möbeln zugestellt oder mit Vorhängen verdeckt werden, um einen Wärmestau zu verhindern. Wer also möchte, dass sich die Heizwärme gut im Raum verteilen kann, schiebt Schreibtisch und Sofa beiseite und achtet darauf, dass die Gardine den Heizkörper nicht verdeckt.

      1. Fenster und Türen “dicht machen” – Hinter der Heizung dämmen

      Fenster und Türen sollten abgedichtet werden, um Wärmeverluste zu vermeiden. Dafür reichen meist günstige Klebe-Dichtungsstreifen aus dem Baumarkt. Die Investition lohnt sich: In einem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche könnt Ihr pro Jahr ca. 105 Euro an Kosten fürs Heizen einsparen. Und ebenso sollte Hinter der Heizung gedämmt werden. Mit einer Dämmung hinter dem Heizkörper wird der Wärmeverlust über die Außenwand reduziert. Die entsprechenden Dämmmatten sind im Baumarkt erhältlich.

      1. Heizung entlüften

      Luft im Heizungssystem verhindert eine optimale Wasserverteilung. Gluckernde Geräusche und Heizkörper, die bei vollem Betrieb nicht warm werden, sind Signale dafür. Hier finden Sie eine Anleitung zum richtigen Entlüften. Durch regelmäßiges Entlüften kann jährlich Heizenergie im Wert von rund 25 Euro eingespart werden.

      1. Heizung richtig einstellen

      Ein Hydraulischer Abgleich vom Profi – und somit eine perfekt eingestellte Heizung – kann Einsparungen von 25 Prozent bringen.

      1. Heizkessel reinigen

      Durch eine jährliche Reinigung des Heizkessels durch Ihren Installateur kann Ablagerungen vorgebeugt werden. Bereits 1 Millimeter Ruß erhöht den Brennstoffverbrauch um bis zu 5 Prozent.

      1. Wassertemperatur prüfen

      Bei Boilern und Warmwasserspeichern auf die Speichertemperatur achten. Mit 60 °C ist das Wasser ausreichend heiß und Keime werden abgetötet. Bei Durchlauferhitzern die tatsächlich benötigte Temperatur einstellen, um unnötigen Strom- und Wasserverbrauch zu vermeiden.

      Heizungstausch: Förderaktionen 2022

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      Heizungstausch: Diese Förderungen stehen 2022 bereit

      22. Dezember 2022

      Fossile Heizsysteme sind schlecht für die Umwelt und die Geldbörse. Deshalb wurden die Fördertöpfe zur Unterstützung für Heizungs- und Warmwassermodernisierungen wieder aufgefüllt, wodurch die Heizungssanierung so attraktiv wie nie zuvor wird! Der Wechsel von einer Kohle-, Öl- oder Gasheizung auf ein klimafreundliches Heizsystem wird auf Bundesebene in privaten Haushalten mit bis zu 7.500 Euro Förderung unterstützt. Zudem sind für einkommensschwache Haushalte weitere 80 Millionen Euro vorgesehen. Und auch im mehrgeschossigen Wohnbau wird die thermische Sanierung gefördert – mit insgesamt 60 Millionen Euro. Aber welche Förderung steht Ihnen zu? Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten aktuellen Aktionen und Neuerungen für 2022.

      Wer kann die Förderung beantragen?

      Die „raus aus Öl und Gas“-Förderung für Ein-/Zweifamilienhäuser und Reihenhäuser richtet sich an (Mit)EigentümerInnen, Bauberechtigte oder Mieter:innen eines Ein-/Zweifamilienhauses oder Reihenhauses. Im Rahmen von „raus aus Öl und Gas“ 2021/2022 kann pro neuem Heizungssystem nur ein Förderungsantrag gestellt werden. Somit kann auch in einem Zweifamilienhaus bei Umstieg auf ein neues gemeinsames Heizungssystem nur ein Antrag auf Förderung gestellt werden. Eine Förderung ist nur für Bestandsgebäude im Inland möglich. Es muss eine überwiegend private Nutzung der geförderten Heizung gewährleistet sein, d. h., die zu Wohnzwecken dienende Fläche muss mehr als 50 % des Gesamtgebäudes betragen.

      Was wird gefördert?

      Gefördert wird der Ersatz eines fossilen Heizungssystems (Öl, Gas, Kohle/Koks-Allesbrenner und strombetriebene Nacht- oder Direktspeicheröfen) durch ein neues klimafreundliches Heizungssystem. Gefördert wird in erster Linie der Anschluss an eine hocheffiziente Nah-/Fernwärme. Ist diese Anschlussmöglichkeit nicht gegeben, wird der Umstieg auf eine Holzzentralheizung oder eine Wärmepumpe gefördert. Die förderungsfähigen Kosten umfassen die Kosten für das Material, die Montage sowie Planungskosten. Die Demontage- und Entsorgungskosten für außer Betrieb genommene Kessel und Tankanlagen sind ebenso förderungsfähig. Die Heizungsanlage muss von einer befugten Fachkraft fach- und normgerecht installiert werden. Anlagen, die in Eigenregie errichtet werden, sind somit von der Förderungsaktion ausgeschlossen.

      Welche Voraussetzungen müssen für eine Förderung erfüllt sein?

      Im Rahmen von „raus aus Öl und Gas“ wird der Ersatz eines fossilen durch ein klimafreundliches Heizungssystem gefördert. Die Altanlage ist außer Betrieb zu nehmen und inkl. eventuell vorhandener Brennstofftanks ordnungsgemäß zu entsorgen. Ist eine Entsorgung der Brennstofftanks nicht möglich, so müssen diese jedenfalls entleert, gereinigt und verplombt werden. Die fachgerechte Entsorgung ist der Förderungsabwicklungsstelle auf Nachfrage nachzuweisen. Die Vorlage eines aktuellen Energieberatungsprotokolls des jeweiligen Bundeslandes, eines gültigen Energieausweises (max. 10 Jahre alt) vom Wohngebäude oder eines Gesamtsanierungskonzeptes ist notwendig.

      Wie hoch ist die Förderung?

      Die Förderung wird in Form eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Investitionskostenzuschusses vergeben. Planungskosten werden mit max. 10 % aller förderungsfähigen Kosten bei der Berechnung der Förderung berücksichtigt. Die maximale Förderungssumme ist abhängig von der förderungsfähigen Maßnahme:

      Förderfähige Maßnahme Max. Förderung
      Ersatz des fossilen Heizungssystems durch klimafreundliche oder hocheffiziente Nah-/Fernwärme oder Holzzentralheizung 7.500,00
      Ersatz des fossilen Heizungssystems durch Wärmepumpe (Für Wärmepumpen mit einem Kältemittel mit einem GWP zwischen 1.500 und 2.000 wird die ermittelte Förderung um 20 % reduziert.) 7.500,00
      Zuschlag bei Ersatz des fossilen Heizungssystems durch hocheffiziente Nah-/Fernwärme im Ortskern in Erdgas-versorgten Gebieten + 2.000,00

      Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zusätzliche Landesförderungen zu beziehen. Wie sich diese zusammenstellen, finden nachfolgend:

      Landesförderung Burgenland

      Landesförderung Wien

      Landesförderung Niederösterreich

      Landesförderung Steiermark

      Landesförderung Oberösterreich

      Landesförderung Salzburg

      Landesförderung Kärnten

      Landesförderung Tirol

      Landesförderung Vorarlberg

        Die 5 häufigsten Fehler und Missverständnisse bei der Heizungsmodernisierung

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        Die 5 häufigsten Fehler und Missverständnisse bei der Heizungsmodernisierung

        27. Mai 2021

        Mit den richtigen Tipps und Tricks sind Heizungsmodernisierungen schnell und problemlos möglich. Foto: Unsplash/Alex Perz

        1. Warten, bis die Heizung nicht mehr geht

        Das kann ungemütlich werden – gerade an den ersten kalten
        Tagen im Jahr sind Installateur:innen vielbeschäftigt, da viele Heizungen
        ausfallen oder nicht anspringen. Neben den Schwierigkeiten, spontan einen
        Fachmann ins Haus zu bekommen, kann der Tausch auch länger dauern, weil Ihr Installateur die Geräte erst bestellen muss. Erschwerend kommen die neuen Bautechnikgesetzte der einzelnen Länder zu tragen, welche
        „Ölkesseleinbauverbote und – alternativenprüfungen“ anstreben. Auch ein
        „Mitteilungsverfahren für bewilligungspflichtige technische Einrichtungen“
        dauert vier Wochen ab vollständiger Einbringung der erforderlichen Unterlagen!

        Deswegen: Lassen Sie vor allem ältere Geräte warten und
        durchchecken und planen Sie einen Heizungstausch langfristig vor.

        2. Zu kurzfristig gedacht

        Eine neue Heizung ist eine langfristige Anschaffung. Ziehen
        die Kinder in ein paar Jahren aus? Werden Sie Fenster oder Dach sanieren? Antworten auf diese und andere Fragen haben Einfluss auf die Dimensionierung Ihrer Heizung. Besprechen Sie bei der Planung die langfristige Nutzung und ob Ihre neue Heizung skalierbar ist – denn ist etwa der Heizkessel zu groß für Ihre Bedürfnisse, ist auch die modernste Technik nicht effizient.

        3. Schnäppchenjagd und Pfusch

        Wie kompliziert kann das sein? Es gibt im Internet seriöse Seiten, wo man sich kleine Tipps für Reparaturen anschauen kann. Private Hauseigentümer planen oft, die Sanierungskosten mit viel Eigenleistung niedrig zu halten. Tiefer gehende Arbeiten an der Heizungsanlage sollte aber wirklich nur der Fachmann übernehmen. Fehler beim Einbau der Anlage können erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen, die im schlimmsten Fall lebensgefährlich enden. Ebenso zu warnen ist vor selbstständigen Internetkäufen –nicht nur ist es als Laie schwer einzuschätzen, welche Produkte zusammen und in Ihr Haus passen. Auch bauen Installateure zu Recht keine Geräte ein, deren Herkunft sie nicht kennen, denn sie haften dann für das korrekte und sichere Funktionieren.

        4. Förderungen verpassen

        Aktuell gibt es eine Bundesförderung über 5.000 Euro, die den Ausstieg aus Heizen mit Öl und Gas erleichtert. Die Bundesländer legen darauf noch zwischen 3.000 und 6.000 Euro drauf. Welche Heizungsarten und Sanierungsarbeiten aber konkret gefördert werden, ist lokal und regional unterschiedlich und hängt von vielen Faktoren ab. Klären Sie zuerst die Möglichkeiten für Förderungen, bevor ein Fachbetrieb mit der Arbeit beginnt. Bei manchen Förderungen ist eine wichtige Bedingung, dass die Arbeit noch nicht aufgenommen wurde – die Förderung muss vor dem Start der Sanierungsarbeiten eingereicht und bewilligt sein.

         5. „Wenn ich die Heizung tausche, muss ich gleich mein ganzes Haus sanieren“

        Unter “Teilsanierung” versteht man den Austausch einzelner Komponenten wie etwa der Heizungsanlage, manchmal erweitert um die Dämmung einer Geschoßdecke. Eine “Vollsanierungen” dagegen umfassen zusätzlich noch die Außenhülle des Gebäudes, wie Wände, Fenster, Türen. Laut der Österreichischen Energieagentur erreichen Teilsanierungen ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis – wenn das Energiesystem auf effizientes Niveau und adäquate Dimensionierung gebracht wird. Wichtig ist, dass Heizung und Dämmung zusammenpassen – lassen Sie sich
        hierzu vom Heizprofi beraten.

        Umfrage: Österreicher*innen wollen im Privatleben CO2 sparen

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        Umfrage: Österreicher*innen wollen im Privatleben CO2 sparen

        Überschwemmung in Ulm an der Donau. 81% der Österreicher*innen sind über zunehmendes Extrem-Wetter besorgt. ( Foto: Pexels.de)

        11. August 2021

        81% der Befragten sind besorgt, dass extreme Wetter-Ereignisse infolge des Klimawandels zunehmend auftreten. Unter anderem darum sind jetzt viele bereit, im eigenen Zuhause CO2 zu sparen.

        Rund 80 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher fürchten, dass es zu spät sei, Umweltschäden für folgende Generationen abzuwenden. Das sind Ergebnisse aus dem „Energie-Trendmonitor Österreich 2021“. Dafür wurden im Auftrag des Unternehmens Stiebel Eltron 1.000 Verbraucherinnen und Verbraucher von einem Marktforschungsinstitut befragt.

        Die große Mehrheit der Bevölkerung ist bereit, das eigene Verhalten für den Klimaschutz zu ändern: 86 Prozent wollen freiwillig die eigenen CO2-Emissionen im Alltag einschränken. Gut 60 Prozent sind etwa bereit, auf Flugreisen innerhalb Europas zu verzichten. Ebenso viele würden für den Klimaschutz eine deutlich höhere CO2-Abgabe je Flugticket bezahlen.

        Die Befragten können sich vorstellen, auf Europa-Flüge und fossiles Heizen zu verzichten. Grafik: freepix.com

        Umweltfreundliches Heizen – Was hält davon ab?

        Private Haushalte können viel CO2 einsparen, wenn fossile Brennstoffe für Warmwassererzeugung und Heizung reduziert werden und wenn die Heizung effizient arbeitet. 4 von 5 Befragten gaben an, dass ihnen Klimaschutz beim Heizen wichtig ist. Allerdings bestehen nach Ansicht der Verbraucher*innen bei der konkreten Umsetzung zahlreiche Hindernisse: 77 Prozent beklagen, sie werden über klimafreundliches Heizen zu wenig informiert. 60 Prozent fehlt das Wissen, wie sie bei einem Umstieg auf klimafreundliche Heiztechnik finanziell unterstützt werden.

        Einen Überblick und Kostenvergleich inklusive Förderungen bietet der Quick-Check Heizung. Er zeigt auf einen Blick für den eigenen Haushalt, welche Kosten und wieviel CO2-Emissionen mit welcher Heizung anfallen – und wieviel man im Vergleich zur alten Heizung einsparen kann.

        Fördergelder vorhanden

        Allein vom Bund stehen 2021/22 für „Raus aus Öl und Gas“ und Sanierungsoffensive für Private und Betriebe insgesamt 750 Millionen Euro zur Verfügung. In Kombination mit Förderungen der Bundesländer sind pro Haushalt maximal zwischen 8.000 und 13.000 Euro an Unterstützung für den Heizungstausch möglich.

        Heizenergietrends 2019/20: Raus aus Öl und Gas, her mit Biomasse und Wärmepumpen!

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        Heizenergietrends 2019/20: Raus aus fossilen Brennstoffen, Plus für Biomasse und Wärmepumpen

        In den letzten 2 Jahren wurde seltener mit Kohle, öfter mit Pellets geheizt. Grafik: meineheizung.at, Fotos von freepix.com

        27. Mai 2021

        Statistik Austria erhebt alle zwei Jahre den Gesamtenergieeinsatz der Österreichischen Haushalte. Während der Verbrauch ähnlich geblieben ist, haben sich die Energiequellen verändert.

        Der Gesamtenergieeinsatz der Haushalte 2019/2020 in Österreich ist verglichen mit der Periode 2017/2018 beinahe gleichgeblieben und hat lediglich geringfügig um 0,4% abgenommen. Während die Heizgradsummen in der Erhebungsperiode 2019/2020 um 7,3% unter denen der Erhebungsperiode 2017/2018 lagen, nahm die Anzahl der Haushalte und die Wohnfläche geringfügig zu. Das bedeutet, dass effizienter geheizt wurde, aber die beheizte Fläche zugenommen hat, was sich beinahe ausgleicht.

        Nach Energieträgern betrachtet hat am stärksten der Verbrauch an Erdgas um 17,5% abgenommen. Der Verbrauch von Fernwärme ist um 9,43% gestiegen. Der Einsatz von Heizöl nahm um 12,46% ab.

        Die Gruppe der holzbasierten biogenen Energieträger wurde insgesamt um 5,91% vermehrt eingesetzt, wobei der Anstieg hier insbesondere auf den Verbrauch an Holzpellets (um 24,90% mehr als in der Vorperiode) und an Hackschnitzel (mit nunmehr 8.981 TJ um 31,16% mehr als in der Vorperiode) zurückzuführen ist. Wesentlich ist die Energiebereitstellung in den Haushalten durch Wärmepumpen: Diese ist um 38,02% auf gewachsen.

        Die Beliebtesten Energiequellen (neben Strom) sind somit aktuell Fernwärme (c. 1.200.000 Haushalte), Holz (1.160.000 HH) und Naturgas mit ca. einer Million Haushalten. Wenn man allerdings alle Holzprodukte – also auch Pellets, Holzbriketts und Hackschnitzel – einrechnet, heizen die meisten Österreicher:innen mit Holz. Immerhin 440.000 Haushalte haben eine Wärmepumpe installiert.

        Der Stromverbrauch wird nicht getrennt nach Verwendung – also ob zum Heizen oder für andere Geräte – erhoben.

        Förderungen für Heizungsmodernisierung zu kompliziert?

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        Förderungen für Heizungsmodernisierung zu kompliziert?

        Umfrage: Österreicher*innen wollen klimaschonend heizen, aber finden Förderungen unübersichtlich. (Grafik & Foto: freepix.com)

        27. Mai 2021

        Eine im Auftrag der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 durchgeführte Umfrage ergibt, dass klimafreundliches Heizen für 80 Prozent der Österreicher*innen ein wichtiges Thema ist. Gleichzeitig fühlen sich zwei Drittel schlecht über Fördermöglichkeiten informiert.

        Das ist schade, denn die zur Verfügungen gestellten Fördermittel sind hoch wie nie: Allein vom Bund stehen 2021/22 für „raus aus Öl und Gas“ und Sanierungsoffensive für Private und Betriebe insgesamt 650 Millionen Euro zur Verfügung. In Kombination mit Förderungen der Bundesländer sind pro Haushalt maximal zwischen 8.000 und 13.000 Euro an Unterstützung für den Heizungstausch möglich.

        Die stärkste Motivation zur Sanierung – von neuen Fenstern bis zum Heizkesseltausch – ist die Kostenersparnis (60 %), gefolgt von klimaschonenderer Energienutzung (42 %) und wohligerer Wärme im Winter (37 %).

        Auf die Frage, was die Motivation steigern könnte, werden am häufigsten höhere Förderungen (41 %), steuerliche Vorteile (28 %) und mehr Information und Aufklärung über Förderungen (24 %) genannt.

          Ihr Installateur berät und begleitet Sie bei der Förderung

          Installateur und Salzburger Innungsmeister Andreas Rotter rät:

          „Der Weg zur richtigen Förderung ist von Haus zu Haus unterschiedlich und erfordert einiges an Know-How. Deshalb: Informieren Sie sich und sprechen Sie Ihren Fachinstallateur darauf an! Fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach – bei energieeffizienten ‚e5-Gemeinden‘ gibt’s vielleicht einen Extra-Bonus – oder nutzen Sie die Energieberatung Ihres Bundeslandes! Am besten können Sie die Fördermöglichkeiten nutzen, wenn Sie eine Heizungsmodernisierung längerfristig planen und nicht erst, wenn die alte Heizung den Geist aufgibt.“

          Einen ersten Überblick und Kostenvergleich inklusive Förderungen bietet der „Quick-Check Heizung“. Vereinbaren Sie dann einen Besichtigungstermin mit dem Installateur oder der Installateurin Ihres Vertrauens oder einem unserer 570 Sanierungsberater.